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Hauskauf-Tipps: Mit Energieausweis Aufwand für Sanierung abschätzen

Das verlangt der Gesetzgeber in Sachen Dämmung von Hauskäufern
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Alles im grünen Bereich? Den Energieausweis sollten sich Hauskäufer auf jeden Fall zeigen lassen. Er hilft beim Abschätzen der künftigen Heizkosten. Sind diese zu hoch, lohnen sich Sanierung und Dämmung
Foto: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)

Wer ein Haus kauft und langfristig auf der sicheren Seite sein will, darf nicht nur auf Lage und Aussehen achten, eine wesentliche Rolle spielt inzwischen auch die Energieeffizienz. In Zeiten hoher Gas- und Ölpreise ist nur ein Haus mit geringem Energiebedarf eine gute Geldanlage. Hauskäufer sollten also auf eine moderne Heizung und gute Dämmung achten. Aber auch der Gesetzgeber gibt Käufern Hausaufgaben in Sachen Dämmung auf.

Damit der Kauf eines Hauses keine unerwarteten Mehrkosten für eine Sanierung mit sich bringt, sollten Interessenten schon vor dem Kauf die Energieeffizienz prüfen und den Aufwand für eine eventuelle Sanierung abschätzen lassen. Außerdem sieht der Gesetzgeber für Immobilienkäufer Verpflichtungen zum Beispiel bei der Dämmung vor, die Hauskäufer kennen sollten. Hier die wichtigsten Tipps für den Hauskauf:

1. Den Energieausweis für das Haus zeigen lassen

Den gesetzlich vorgeschriebenen Energieausweis sollten sich Hauskäufer auch wirklich vorlegen lassen. Denn er informiert noch vor dem Kauf über die tendenziell anfallenden Energiekosten. So können Interessenten auch mehrere Objekte leichter vergleichen. Eine Skala von Grün nach Rot hilft, den künftigen Energieverbrauch für Heizung und Warmwasser abzuschätzen. Bewegen sich die Werte im roten Bereich, muss mit sehr hohen Heizkosten gerechnet werden. Hier wäre dann eine Sanierung und Dämmung fällig, um die Heizkosten zu drücken. Liegen die Werte dagegen im grünen Bereich, werden die Heizkosten deutlich geringer ausfallen. In diesem Fall hat vermutlich schon der Verkäufer in eine Dämmung investiert.

2. Das schreibt die EnEV bei einer Sanierung und Dämmung vor

Wer ein Haus nach dem Kauf umbauen oder sanieren möchte, muss einige Bestimmungen aus der so genannten Energieeinsparverordnung (EnEV) beachten. Dabei gilt meistens die Regel: Wer mehr als zehn Prozent der Fläche eines Bauteils saniert (also zum Beispiel die Fassade oder das Dach), muss dabei einen guten, in der EnEV festgelegten Energiestandard erreichen. Erneuert der neue Hausbesitzer beispielsweise die Fassade, muss ein bisher ungedämmtes Mauerwerk eine Dämmung erhalten. Doch das lohnt sich in jedem Fall für den neuen Hauseigentümer, denn das Gerüst für die Sanierung der Fassade muss sowieso aufgestellt werden. Die Mehrkosten für die Dämmung machen sich später durch Einsparungen bei den Heizkosten bezahlt. Nach Ausführung der Sanierung und Dämmung muss der Handwerksbetrieb in einer so genannten Unternehmererklärung bestätigen, dass die Anforderungen der EnEV bei der Dämmung eingehalten wurden.

3. Diese Dämmung muss bei Eigentümerwechsel nachgerüstet werden

Einige Maßnahmen zur Sanierung müssen in jedem Ein- und Zweifamilienhaus durchgeführt werden, sobald der Besitzer wechselt. Der neue Eigentümer hat zwei Jahre Zeit, bestimmte Maßnahmen zur Dämmung umzusetzen. So müssen alle Warmwasser- und Heizungsleitungen, die sich in unbeheizten Räumen befinden, eine Dämmung erhalten. Das betrifft beispielsweise Leitungen, die in einem unbeheizten Keller verlegt sind. Auch am anderen Ende des Hauses greift die Pflicht zur Dämmung: Auf der obersten Geschossdecke, die beheizte Räume gegen einen unbeheizten Dachboden abgrenzt, muss eine Dämmung verlegt werden. Ausnahme: Wenn das Dach schon gedämmt ist oder noch eine Dämmung erhalten soll, entfällt diese Pflicht zur Dämmung. Das gilt auch dann, wenn die alte Dämmung nach heutigen gesetzlichen Vorgaben unzureichend ist und eine Erneuerung der Dämmung eigentlich sinnvoll wäre.

4. Energieberatung gibt Empfehlungen für Sanierung und Dämmung

Wer auf Nummer sicher gehen will, nimmt bei der Besichtigung des Hauses einen Energieberater mit. Der Experte erkennt sofort die Schwachstellen und kann eine erste Empfehlung geben. Nach dem Kauf ist eine ausführliche Energieberatung, die so genannte Vor-Ort-Beratung, empfehlenswert. Bei dieser Analyse des Hauses, die staatlich gefördert wird, werden individuelle Empfehlungen zur Sanierung und Dämmung gegeben, mit denen sich der Energieverbrauch und somit die Heizkosten senken lassen.

Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)

Größter Anreiz für Dämmung sind derzeit steigende Energiepreise

 

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