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Dachdämmung verhindert Wärmeverlust

Bleibt der Schnee liegen, sollte isoliert werden

Sternenklare Frostnächte hüllen die Dächer in winterliche Reifstimmung. Jedoch nicht überall. An vielen Dächern sieht man am Morgen, dass ganze Flächen oder Streifen vom Reif frei bleiben. Auf beheizten Dächern taut der Schnee weg, dort, wo er liegen bleibt, ist das Dach oftmals unbeheizt und nicht etwa gut gedämmt.

Bei älteren Dächern bieten 3,5 Zentimeter Heraklithplatten oder 12 Zentimeter Bimssteinausmauerung zwischen den Sparren nur einen mäßigen Wärmeschutz. Das ist so schlecht, dass die teure Heizwärme fast ungehindert entweichen kann.

Was hilft dagegen?

Wer künftig sein Dach neu eindeckt, ausbaut oder die Innenbekleidung erneuert, baut am besten eine vernünftige Wärmedämmung ein. Werner Eicke-Hennig von der Hessischen Energiespar-Aktion empfiehlt 16 – 20 Zentimeter Dämmstoff. Das ist nicht zuviel, denn ein neues Dach hält gut und gerne 50 bis 80 Jahre. Wer es also gleich richtig macht, muss sich nicht in zehn oder 15 Jahren bei über 1,00 Euro pro Liter Öl oder m³ Erdgas darüber ärgern, dass seine Heizkosten unerträglich werden. Mit einem gut gedämmten Dach kann man künftigen Energiepreissteigerungen gelassen entgegen sehen.

Womit dämmen?

Das muss fallweise entschieden werden: Der Dachdeckermeisterbetrieb hat hier die Erfahrung. Vorteile haben Mineralwollematten oder -keile, weil sie sich gut an alle Unebenheiten des Daches anpassen. In der Regel wird der Dämmstoff zwischen den Sparren angebracht. Was tun, wenn der Sparren nur zwölf Zentimeter hoch ist, aber 20 Zentimeter Dämmung eingebaut werden sollen? Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Erstens: Dämmstoff mit geringster Wärmeleitung wählen (WLG 032 steht auf der Rolle). Er ist zwar leicht teurer als die üblichen Dämmstoffe, dämmt aber pro Zentimeter Dicke zwölf Prozent besser. Und zusätzlich unter dem Sparren noch mindestens 24 Millimeter Dämmstoff zwischen die Traglattung der Innenverkleidung einbauen. Als zweite Möglichkeit kann eine Aufdoppelung des Sparrens von oben vorgenommen werden (6 – 10 Zentimeter Kantholz). Dieser neue Raum wird mit Dämmstoff verfüllt.

Eine gute Dachdämmung hat drei Vorteile

Erstens: Die Dämmung zahlt sich selbst aus den eingesparten Heizkosten zurück (die Dämmung, nicht die Neueindeckung). Die Einsparung durch Dachdämmung liegt meist zwischen zehn und 20 Prozent, je nach Ausgangszustand. Zweitens: Behaglichkeit im Winter. Die Dachschräge wird nicht mehr so kalt, es entsteht kein Zugluftgefühl mehr im Dach. Man fühlt sich wohler im Dachräumen. Drittens: Sommerlicher Wärmeschutz. Auch die Sonnenhitze bleibt draußen, denn der Dämmstoff dämmt in beide Richtungen. Und was an Sonnenwärme nicht ins Dach reinkommt, muss auch nicht rausgelüftet werden. Schlafen unterm Dach wird auch in heißen Sommern angenehmer.

Erfahren Sie auf unserer Informationsseite www.der-daemmstoff.de

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