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Wohnen: Die Deutschen nervt am meisten der Nachbar

Wer in deutschen Großstädten zur Miete wohnt, den nervt insbesondere die Lautstärke der Nachbarn und zugige Wohnungen im Winter. Deutlich weniger beschweren sich über zu kleine Wohnungen. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes INSA im Auftrag des FMI Fachverband Mineralwolleindustrie. Befragt wurden zwischen dem 4. und 9. Mai 2016 insgesamt 2.048 Menschen. 437 von ihnen sind Mieter in Städten über 100.000 Einwohnern. Jeder dritte befragte Mieter (31 Prozent) fühlt sich beim Wohnen durch die Lautstärke der Nachbarn gestört. Jeder vierte Befragte (27 Prozent) muss bei Kälte stärker heizen, da es in der Wohnung zieht. Für nur 17 Prozent ist die Größe der Wohnung ein Problem.

Eine Übersicht über die Ergebnisse finden Sie hier.
Für detailliertere Ergebnisse mit Angaben unter anderem zu Alter, Einkommen und Bundesländern senden Sie bitte eine Mai an presse@fmi-mineralwolle.de

Ost-West-Vergleich

In ostdeutschen Großstädten scheinen die Wohnungen deutlich hellhöriger zu sein. Während sich im Westen nur jeder vierte durch Nachbarn gestört fühlt (26 Prozent), ist es in Ostdeutschland jeder Dritte (31,7 Prozent). Eine Erklärung könnte die noch immer deutlich schlechtere Bausubstanz in Ostdeutschland sein, also beispielsweise schlechte Schalldämmung von Fenstern und Wänden.

Professor Dr. Holm, FIW München: „Niedrige Standards im Wohnungsbau führen zu Unzufriedenheit bei den Mietern. Auch in Zeiten des Baubooms ist es besser gleich richtig, statt nur schnell und billig zu bauen.“

Doch es gibt auch gute Nachrichten: Fast jeder Dritte ist zufrieden mit seiner Wohnung. Ihn stören keine der abgefragten Probleme, zu denen auch die schlechte Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr gehörte oder die Nähe zu Gärten und Parks. Dabei gilt überraschenderweise: Je älter, desto zufriedener. Während jeder Dritte über 54 zufrieden ist, hat bei den unter 35-Jährigen nur jeder fünfte Mieter keine Klagen. Bei den über 65-Jährigen sind es sogar 44 Prozent, die keine Beschwerden haben und damit doppelt so viele wie bei den jungen Mietern.

Großstädte und Gesamtdeutschland

Im Vergleich zwischen Großstädten und Gesamtdeutschland zeigen sich einige Unterschiede. Die Lautstärke der Nachbarn stört unter allen Befragten nur jeden fünften Befragten (22 Prozent), während es jeden dritten Mieter (31 Prozent) in der Großstadt stört. Bei 21 Prozent der Deutschen ist der langsame Internetanschluss ein wichtiges Thema, während es bei den Mietern in Großstädten lediglich jeden achten Befragten (13 Prozent) belastet.

Eine Übersicht über die Ergebnisse finden Sie hier.
Für detailliertere Ergebnisse mit Angaben unter anderem zu Alter, Einkommen und Bundesländern senden Sie bitte eine Mai an presse@fmi-mineralwolle.de

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