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Wie Gebäude von Energieschluckern zu Klimaschützern werden

Eine neue europaweite Studie bietet einen Plan, um Häuser und Bürogebäude, die den größten Energieverbrauch in Europa ausmachen, in die größten Klimaretter Europas umzuwandeln.

Gebäude verbrauchen in Europa 40 % der Energie und stellen somit die größte einzelne Quelle für CO2-Emissionen dar. Da es möglich ist, diesen Energieverbrauch mit Hilfe einfacher Maßnahmen wie der Isolierung von Wänden und Dächern zu halbieren, sind sie wohl auch die größten Energieverschwender Europas. Wenn Europa und die nationalen Regierungen es damit ernst meinen, das Klimaproblem anzugehen, wird die Suche nach einer Methode zur Umwandlung von Gebäuden von Energieschluckern zu Klimaschützern dabei eine wesentliche Rolle spielen; ein neuer Bericht zeigt wie dies getan werden kann.

„Better Buildings through Energy Efficiency – a Roadmap for Europe” zeigt einen klaren Weg auf, um das enorme Energieeffizienzpotenzial der Gebäude zu erschließen. Dieses Potenzial könnte für Europa jährlich Einsparungen von Energiekosten in Höhe von 270 Milliarden € bedeuten, umgerechnet 3,3 Millionen Barrel Öl pro Tag an Energie sparen und dabei noch 530.000 Arbeitsplätze schaffen. Der auf positiven Erfahrungsberichten aus ganz Europa beruhende Bericht zeigt, dass es nicht nur möglich ist, sondern bereits getan wird.

„Better Buildings through Energy Efficiency” bietet Entscheidungsträgern das nötige Werkzeug, um den größten Energieverschwender Europas in den größten Klimaschützer zu verwandeln” erklärt Jan te Bos, General Director von EURIMA. Er erläutert, „jetzt wo klar ist was getan werden muss, sind die Regierungen Europas an der Reihe es auch zu tun.“

“Better Buildings through Energy Efficiency” bietet eine Reihe von konkreten Empfehlungen für alle Gebäudearten. Trotzdem können auch einige allgemeine Erkenntnisse aus dem europaweiten Bericht gewonnen werden:

  1. Es ist machbar: Die Studie zeigt eindeutig, dass die richtige Mischung von Maßnahmen immer zu sichtbaren Verbesserungen führen kann.
  2. Besitzverhältnisse zählen, Regionen nicht: Überraschenderweise ist die Kombination von Elementen, die benötigt wird, um wichtige Veränderungen voranzutreiben, überall in Europa praktisch gleich. Die Besitzlage (privat/öffentlich) und die Gebäudeart (neu/bereits gebaut) erfordern jedoch verschiedene Mischungen von Maßnamen.
  3. Taten statt Worte: Mit Information allein scheint man nicht sehr weit zu kommen. Die Notwendigkeit, etwas zu tun, ist hinreichend bekannt, was fehlt ist Beratung, die Einzelpersonen und Organisationen durch den komplexen Prozess der Gebäudeverbesserung hilft.
  4. Vorauszahlungen sind wichtig: Obwohl sich Verbesserungen der Energieeffizienz um ein Vielfaches bezahlt machen, ist es von grundlegender Bedeutung, dass Geld zur Vorabfinanzierung zur Verfügung steht.
  5. Vorschriften helfen: Bei neuen Gebäuden machen rechtlich verbindliche Regeln einen echten Unterschied; bei bereits gebauten Häusern helfen Mindeststandards für Renovierungen besonders dann, wenn sie mit einer Finanzierung und Beratung einhergehen.

Eine elektronische Präsentation der Studie „Better buildings through energy Efficiency“ ist auf unserer Homepage als Download vorhanden. Die gedruckte Version kann bei Lena Esteves unter lena.esteves@eurima.org. angefordert werden.

Downloads:

kompletter Pressetext (PDF, 21 KB)

 

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