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Studie: Mehr als 1 Million zusätzliche Wohnungen durch Aufstockung möglich

In Deutschland ist der Bau von mehr als 1 Million Wohnungen durch Aufstockung möglich. Das hat die Studie „Wohnraumpotentiale durch Aufstockungen“ der Technischen Universität Darmstadt und des Pestel Instituts ergeben, die heute in Berlin vorgestellt wurde. Initiatoren der Studie sind neben dem Fachverband Mineralwolleindustrie zehn Verbände der Bau- und Immobilienbranche. Betrachtet haben die Forscher dabei nur solche Regionen, in denen es an Wohnraum mangelt.

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„Um dieses Potential schnell heben zu können, müssen für Private Investoren Sonderabschreibungen auch bei Aufstockungen möglich sein. Heute sind sie auf den Neubau von Mietwohnungen beschränkt. Bei kommunalen und genossenschaftlichen Unternehmen sollte die Förderung über eine Investitionszulage in vergleichbarer Höhe der angestrebten Sonderabschreibung erfolgen. Was für den Neubau gilt, sollte aber auch für Aufstockungen gelten“, so Thomas Tenzler, Geschäftsführer des Fachverbands Mineralwolleindustrie.
Außerdem sollten bauordnungsrechtliche Vorschriften vereinfacht werden, die einer Aufstockung entgegenstehen. Insbesondere Stellplatz-Vorschriften und Höhenbegrenzungen machen es heute unnötig schwer, Aufstockungsprojekte umzusetzen.

Aufstockung hat gegenüber dem Neubau soziale und ökologische Vorteile. Weil die neuen Wohnungen auf bestehende Häuser aufgebaut werden, müssen keine neuen Flächen für Wohnraum verbraucht werden. Damit kann deutschlandweit 150 bis 250 Millionen Quadratmeter Grundstücksfläche unbebaut bleiben oder für Kindertagesstätten sowie Einzelhandel genutzt werden, so die Studie.
Auch ist die Aufstockung oft preiswerter als der Neubau, weil die Bauherren keine neuen Grundstücke kaufen und neu erschließen müssen und die vorhandene Hausinfrastruktur mitbenutzt werden kann.
Durch die Aufstockung verringert sich zudem der Energiebedarf der vorhandenen oberen Wohnungen um bis zu 50 Prozent.
Schließlich fügen sich aufgestockte Wohnungen in die Strukturen natürlich gewachsener Stadtteile ein. Dies verhindert künstliche Siedlungen auf der grünen Wiese und fördert soziale Durchmischung.

Auftraggeber:

  • BAK – Bundesarchitektenkammer
  • BBS – Bundesverband Baustoffe – Steine und Erden
  • BDB – Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel e.V.
  • BFW – Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V.
  • BIG – Bundesverband in den Gewerken Trockenbau und Ausbau e. V.
  • BV Gips – Bundesverband der Gipsindustrie e.V.
  • DGfM – Deutsche Gesellschaft für Mauerwerksbau und Wohnungsbau e. V.
  • FMI – Fachverband Mineralwolleindustrie e. V.
  • VPB – Verband Privater Bauherren e.V.
  • ZDB – Zentralverband Deutsches Baugewerbe e.V.
Zahl des Monats: März

Zahl des Monats: März

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