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Klimavertrag: Deutsche Klimaschutzpläne nachbessern und Energieeffizienz stärker fördern

Zum beschlossenen UN-Klimavertrag von Paris erklärt der Geschäftsführer des FMI Fachverband Mineralwolleindustrie, Dr. Thomas Tenzler

Die Bundesregierung muss die deutschen Klimaschutzpläne nachbessern, wenn sie den nun beschlossenen Klimazielen von Paris gerecht werden will. Im Mittelpunkt sollte die effiziente Nutzung von Energie stehen. Der Gebäudesektor hat mit rund 40 Prozent Anteil am Energieverbrauch das höchste Einsparpotential. Hier geschieht jedoch viel zu wenig.

So zeigt die jüngst vorgestellte Energieeffizienzstrategie Gebäude: Die deutsche Bundesregierung ist nicht bereit, den Weg hin zu einer dekarbonisierten Gesellschaft konsequent zu beschreiten. Der Plan ist, den Gebäudesektor bis 2050 klimaneutral umzugestalten. Damit darf er nur noch maximal 20 Prozent der Energie im Vergleich zu 2008 verbrauchen. Die gegenwärtigen Sanierungsquoten von unter 1 Prozent sind jedoch viel zu gering, um die selbstgesetzten Ziele zu erreichen. Neben KfW-Krediten braucht es dafür endlich eine steuerliche Förderung, die den Namen auch verdient.

Ziel muss sein, Deutschland unabhängig von Energieimporten zu machen. Heute ist Deutschland angewiesen auf die Einfuhr von Steinkohle, Öl und Gas. Künftig könnte daraus eine Abhängigkeit von Biomasse, wie beispielsweise Pellets, werden. Es muss deshalb zuallererst darum gehen, weniger Energie zu verbrauchen, damit die heimischen Erneuerbaren Energien den dann noch verbleibenden, hoffentlich geringen Energiebedarf decken können.

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