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Diskussion um Fördermittel für Sanierung und Dämmung geht weiter

Energie- und Umweltschutzberater schlagen Fördermittel-Pauschale vor

Die Diskussion reißt nicht ab: Die Verbände der Bau- und Umweltbranche fordern die Bundesregierung einstimmig auf, das Modell der steuerlichen Förderung von Sanierungen weiter zu verfolgen und den Vermittlungsausschuss anzurufen. Ein neuer Vorschlag kommt jetzt vom Europäischen Verband der Energie- und Umweltschutzberater EVEU. Er fordert einfache Pauschalbeträge für Dämmung, neue Heizung, neue Fenster und komplette Sanierungen.

Statt vieler verschiedener und komplizierter Förderprogramme, so der Vorschlag der Umweltschutz- und Energieberater, sollen Hausbesitzer für bestimmte Sanierungsmaßnahmen wie Dämmung von Dach und Fassade, Heizungstausch oder neue Fenster pauschale Beträge erhalten. Mit dem Konzept der EVEU können Hausbesitzer Fördermittel einfach selbst ausrechnen. Daneben sollen die festen Beträge den verunsicherten Hausbesitzern Planungssicherheit für ihre Sanierung geben. Auch der Nachweis soll sich vereinfachen: Nach dem EVEU-Modell reicht die Handwerkerrechnung aus, um Fördermittel zu erhalten.

EVEU: Fördermittel für Einzelmaßnahmen wie Fassadendämmung oder komplette Sanierung

Fördermittel soll es nach dem Vorschlag der EVEU sowohl für einzelne Maßnahmen, wie die Dämmung von Dach und Fassade mit Mineralwolle wie Glaswolle oder Steinwolle, geben, als auch für komplette Sanierungen. Für eine Komplettsanierung stünden nach dem Konzept 12.000 Euro Fördermittel zur Verfügung. Tauscht ein Hausbesitzer eine Heizung aus, die älter als 15 Jahre ist, bekommt er 2.500 Euro. Wird dabei auf eine regenerative Heizung zurückgegriffen, gibt es nochmal 1.000 Euro. Für den Austausch der Fenster oder die Sanierung des Dachs gibt es ebenfalls 1.500 Euro. Für eine Dämmung der Fassade könnten Hausbesitzer mit 2.500 Euro rechnen. Die steuerliche Förderung von Sanierungsmaßnahmen lehnt der Verband ab, damit würden lediglich Besserverdiener gefördert.

Es wird also spannend für Hausbesitzer nach der Sommerpause. Der EVEU will sein Konzept in den kommenden Wochen weiter konkretisieren und ab September eine erste Fassung des Förderkonzepts veröffentlichen. Ob steuerliche Abschreibung von Sanierungen oder pauschale Fördermittel – es bleibt abzuwarten, wie schnell Bundesregierung und Bundesländer sich auf eine gemeinsame Lösung im Sinne der Hauseigentümer einigen können.

Quelle: Europäischer Verband der Energie- und Umweltschutzberater EVEU / www.geb-info.de

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