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Gesetz zur steuerlichen Förderung von Sanierungen gescheitert

Hausbesitzer haben das Nachsehen beim Steuerbonus
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Es wäre so leicht gewesen: Mit der Steuererklärung hatten Hausbesitzer ihre Sanierungskosten geltend machen können. Statt dessen soll nun 2013 ein neues KfW-Programm aufgelegt werden
Foto: Bundessteuerberaterkammer

Am Ende wollte niemand nachgeben: Nach einer Endlosschleife im Vermittlungsausschuss ist das Gesetz zur steuerlichen Förderung von Sanierungen gescheitert. Energetische Sanierungen sind wichtig, fanden alle Beteiligten. Doch bezahlen wollte niemand dafür. Das ist in erster Linie ärgerlich für Hausbesitzer, die seit über einem Jahr auf eine Entscheidung warten. Und sagt viel darüber, wie ernst es Bund und Ländern beim Klimaschutz ist.

Dabei waren sich alle Experten einig, dass die steuerliche Förderung von Sanierungen ein Erfolgsmodell werden könnte, weil die Förderung in Form einer Steuererleichterung für Hausbesitzer leicht zu realisieren gewesen wäre.

Statt dessen verkündete der Bundesrat am 13. Dezember, dass das über einjährige Vermittlungsverfahren zur steuerlichen Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden nun beendet ist. Bund und Länder einigten sich darauf, sämtliche streitigen Teile zur steuerlichen Förderung aus dem Gesetz zu streichen, da eine Verständigung trotz intensiver Vermittlungsbemühungen nicht möglich war. Die von vielen Hausbesitzern erhoffte steuerliche Förderung von Sanierungsmaßnahmen kann daher nicht in Kraft treten. Die Bundesregierung kündigte aber in einer Protokollerklärung an, ab 2013 ein neues KfW-Programm für energetische Sanierungen in Höhe von 300 Millionen Euro jährlich aufzulegen.

Quelle: Bundesrat / www.der-daemmstoff.de

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