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Wie gut wissen Sie zum Thema Dämmung Bescheid?

Schimmel, atmende Wände, Luftdichtheit - Irrtümer beim Wärmeschutz

Ob Schimmel, Algen oder Atemnot – in Sachen Dämmung kursieren die abenteuerlichsten Irrtümer. Diese Fehlaussagen sind oft schon lange widerlegt, dennoch halten sie sich hartnäckig und verunsichern Hausbesitzer, die eine Sanierung planen. Frei nach dem Motto – Dämmung ist teuer und schlecht fürs Haus – werden Maßnahmen, die erheblich Heizkosten einsparen könnten, auf die lange Bank geschoben. Hier können Sie Ihr Dämmwissen überprüfen.

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Viele Irrtümer zum baulichen Wärmeschutz lassen sich schnell ausräumen. Eine fachgerechte Dämmung können Hausbesitzer unbesorgt einbauen lassen. Sie steigert den Wohnkomfort und spart Energie
Foto: GDI

Die Energiekosten steigen und steigen, dennoch sind viele Hausbesitzer ratlos, welche Sanierungsmaßnahmen wirklich sinnvoll sind. Dabei sagen Experten: Bei der Dämmung des Hauses sind solche Sorgen unbegründet. Sie steigert den Wohnkomfort und spart Energie. Und wer darauf achtet, dass die Dämmung fachgerecht ausgeführt wird, kann den Komfortgewinn auch uneingeschränkt genießen.

Fakten zur Entkräftung der größten Irrtümer in Sachen Dämmung

1. Gedämmte Häuser schimmeln

Das Gegenteil ist der Fall. Wird zum Beispiel die Außenwand gedämmt, steigt die Oberflächentemperatur auf der Innenseite der Wand. Wände ohne Dämmung sind dagegen im Winter auch innen ziemlich kalt. Feuchtwarme Raumluft kühlt dort ab, und die relative Luftfeuchtigkeit steigt. Bereits ab einer Oberflächenfeuchte von 80 Prozent wächst dort der Schimmel. Eine gute Dämmung reduziert also das Schimmel-Risiko, weil es weniger kalte und damit feuchte Ecken im Haus gibt.

2. Die Wände können nicht mehr atmen

Eine intakte, rissfreie Wand atmet grundsätzlich nicht. Der Luftaustausch erfolgt ausschließlich über das Lüften oder unkontrolliert durch Fugen und Ritzen. Bei der „Wandatmung“ ist oft der Feuchtetransport per Wasserdampfdiffusion durch Bauteile gemeint. Dieser ist allerdings sehr gering und spielt bei der Feuchteabfuhr keine Rolle. Wichtig ist vielmehr, dass der Innenputz hohe Werte bei der Luftfeuchtigkeit puffern und später wieder an den Innenraum abgeben kann. Eine moderne Dämmung der Fassade hält die Wand warm und damit trocken.

3. Häuser dürfen nicht zu dicht sein

Das Gegenteil ist richtig. Jeder weiß, dass durch Fugen unnötig viel Energie verloren geht. Was aber noch schwerer wiegt ist das damit verbundene Risiko eines Bauschadens: Durch undichte Stellen wie Fugen und Ritzen strömt im Winter feuchtwarme Luft nach draußen. Auf diesem Weg kühlt sie sich ab und die Feuchtigkeit kondensiert in Hohlräumen aus. So kann es in den Fugen zu Schimmelbildung kommen. Der Luftwechsel über Fugen reicht hingegen selbst bei großen Undichtigkeiten nicht aus. Daher gilt: Luftdicht ist Pflicht und gelüftet wird über die Fenster oder eine Lüftungsanlage.

Quelle: Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv)

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