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Schimmel durch Wärmedämmung? Nur bei Pfusch am Bau!

Energetische Sanierung und Dämmung beugen Schäden am Haus vor
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Eine Dämmung – wie hier die Dachdämmung mit Mineralwolle wie Glaswolle oder Steinwolle – hält die Wärme im Haus und hilft, Schimmel zu vermeiden. Voraussetzung ist, dass die Dämmung fachgerecht angebracht wurde
Foto: FMI

Ich will doch keinen Schimmel in meinem Haus – so lautet eine weit verbreitete Meinung zum Thema Dämmung. Zahlreiche schlechte Erfahrungsberichte stützen die Bedenken der Hauseigentümer, so dass am Ende lieber doch keine Dämmung ans Haus kommt. Das Gegenteil ist richtig: Die Dämmung hilft sogar dabei, Schimmel zu vermeiden und hält noch dazu die Wärme im Haus. Voraussetzung: Die Dämmung wurde nach allen Regeln des Handwerks angebracht.

Denn oft genug ist es Pfusch am Bau, der Schimmel im Haus begünstigt. Auch das Thema „atmende Wände“ wird immer wieder als Argument gegen eine Dämmung verwendet. Doch kann eine Dämmung die „Wandatmung“ behindern? Nein – denn Wände können nicht atmen. Der Luftaustausch durch eine massive Wand kann gegenüber der üblichen Fensterlüftung vernachlässigt werden.

Fehlende Dämmung ist Ursache für Schimmel

Die häufigste Ursache für Schimmel im Haus ist eher eine fehlende oder zu schwache Dämmung in Verbindung mit dem Feuchtigkeitsgehalt in den Räumen. Die Feuchtigkeit in der Atem- und Raumluft, unterstützt durch Kochen oder Duschen, schlägt sich an kalten Stellen der Außenwand als Tauwasser in geringen Mengen nieder und bietet damit eine Grundvoraussetzung für Schimmelbildung. Besonders gefährdet sind Raumecken und durch Möbel verstellte Außenwände. Eine Dämmung dieser Wände von außen sorgt bei guter Beheizung für warme Wandflächen und verhindert, dass sich Feuchtigkeit niederschlagen kann.

Neue Fenster und Dämmung verhindern Feuchtigkeitsproblem

Auch der Einbau neuer Fenster ist kein Schimmelstreitpunkt, wenn ordentlich gelüftet wird oder nicht nur die Fenster, sondern auch die Fassade energetisch fit gemacht werden. Denn werden Fenster und Fassade gleichzeitig erneuert, kann sich an den Außenwänden im Raum keine Feuchtigkeit mehr niederschlagen und somit auch kein Schimmel bilden.

Spezialhalterungen für Dämmung vermeiden Wärmeaustritt an Fassade

Oft ist es Pfusch am Bau, der durch den Schimmel erst entdeckt wird. Ungedämmte Wasserleitungen unter Putz, Lecks im Heizungsrohr, undichtes Dach oder Dachrinne oder Feuchtigkeit im Keller treten nicht selten auf. Beim Anbringen von Dämmplatten an die Fassade wird die Wand von Dübeln und Schrauben durchstoßen, um nicht allein den Putz die Dämmschicht tragen zu lassen. Besser sind spezielle Dämmstoff-Halterungen, die keine Wärmebrücken bilden. Grundsätzlich ist eine gute Fassadendämmung wichtig für das Raumklima in einem Haus. Sie beugt gesundheitsschädlichem Schimmel vor und spart Energiekosten.

Quelle: Zentrum für Umweltkommunikation gGmbH der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)

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