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Hausbesitzer erhalten leichter KfW-Förderung bei Denkmalsanierung

Innendämmung statt Außendämmung ist auch förderfähig
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Denkmale und Häuser mit erhaltenswerter Bausubstanz machen bis zu einem Viertel des deutschen Wohnimmobilienbestandes aus. Für ihre Sanierung und Dämmung erhalten Hausbesitzer jetzt eine bessere KfW-Förderung
Foto: KfW-Bildarchiv / Fotograf: Thomas Klewar

Seit Anfang April 2012 erhalten Hausbesitzer leichter eine KfW-Förderung für die Sanierung von denkmalgeschützten Häusern. Das betrifft vor allem die Dämmung der Fassade, die bei Baudenkmalen aufwendiger und schwerer zu realisieren ist. Ist zum Beispiel eine Außendämmung der Fassade nicht möglich, gibt es für Hausbesitzer die Förderung auch für eine Innendämmung.

Denkmale und Häuser mit erhaltenswerter Bausubstanz machen bis zu einem Viertel des deutschen Wohnimmobilienbestandes aus. Ob ihr Haus zur erhaltenswerten Bausubstanz zählt, wird Hausbesitzern von der zuständigen Kommune bestätigt. Für Denkmale liegt den Hauseigentümern in der Regel eine Bescheinigung vor. Die KfW-Förderung erfolgt im Rahmen der Programme „Energieeffizient Sanieren – Kredit“ (151/152) und „Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss“ (430). Die Förderung erfolgt durch zinsvergünstigte Darlehen sowie Tilgungs- oder Investitionszuschüsse von bis zu zehn Prozent der Investitionskosten. Bei der Zusage der Fördermittel geht es in erster Linie um eine deutliche Senkung des Primärenergiebedarfs, eine komplette Fassadendämmung ist nicht mehr zwingend erforderlich.

Förderung für Einzelmaßnahmen wie Wärmedämmung

Bei der Förderung von Einzelmaßnahmen zur Wärmedämmung der Außenwände oder Erneuerung von Fenstern und Türen gelten spezielle technische Mindestanforderungen. Ist beispielsweise aus Gründen des Denkmalschutzes eine Außenwanddämmung nicht möglich, kann ersatzweise auch eine Innenwanddämmung oder bei Sichtfachwerk die Erneuerung der Ausfachungen gefördert werden. Voraussetzung ist hier die Bestätigung durch einen Sachverständigen, dass aus denkmalschutzrechtlichen, städtebaulichen oder architektonischen Gründen die Sanierung und Dämmung nur so umsetzbar ist.

Neuer Standard in der KfW-Förderung: KfW-Effizienzhaus Denkmal

Beim neuen Standard „KfW-Effizienzhaus Denkmal“ wird vorrangig auf den Jahresprimärenergiebedarf und weniger auf die Wärmedurchlässigkeit der Außenhülle des Hauses abgestellt. Voraussetzung für die KfW-Förderung ist die Bestätigung eines Sachverständigen über den Energiestandard des Hauses nach der Sanierung. Die Förderstufe zum KfW-Effizienzhaus Denkmal gilt für die Sanierung von Baudenkmalen und besonders erhaltenswerter Bausubstanz. Diese Häuser sind förderfähig, wenn sie nach der Sanierung den Jahresprimärenergiebedarf von 160 Prozent eines vergleichbaren Neubaus (entsprechend der Energieeinsparverordnung EnEV 2009) nicht überschreiten.

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