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Dämmung von zweischaligen Außenwänden mit Mineralwolle

Mineralwolle-Dämmung im Neubau und bei der Modernisierung
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Die Mineralwolle-Dämmplatten werden auf die Befestigungsanker gesteckt. Danach fixieren Kunststoff-Tropfscheiben die Dämmschicht
Foto: FMI

Solider und langlebiger kann es im Hausbau fast nicht zugehen: Wer sein Haus mit einer zweischaligen Wandkonstruktion baut, hat sich für eine der hochwertigsten Außenwandkonstruktion entschieden. Der Lohn für die etwas höheren Kosten: so gut wie keine Erhaltungskosten für die kommenden 40 bis 50 Jahre. Vor allem im Norden Deutschlands ist diese Wandkonstruktion aus zweischaligem Mauerwerk wegen der besonderen klimatischen Situation weit verbreitet. War früher zwischen den beiden Wandschalen ein Luftspalt, nutzt man diesen Zwischenraum bei Neubauten heute für die Dämmung, beispielsweise mit Mineralwolle-Dämmplatten.

Hausbesitzer, die ihre alte Außenwand aufrüsten wollen, können das zweischalige Mauerwerk mit einer Einblasdämmung aus Mineralwolle modernisieren und so den Wärmeschutz deutlich verbessern.

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Mineralwolle-Dämmfilze werden zwischen den Befestigungsankern eingeklemmt
Foto: FMI

Ob Neubau oder älteres Haus, die grundsätzliche Konstruktion ist immer gleich. Das zweischalige Mauerwerk besteht aus zwei Wänden – einer tragenden Wand und einer Verblendschale – die nebeneinander gemauert sind und in der Regel mit Drahtankern verbunden werden. Maximal 20 Zentimeter Abstand dürfen die Wände haben. Dieser Zwischenraum kann komplett mit der Dämmung ausgefüllt werden, so dass mit der Wandkonstruktion beste Wärmedämmwerte erreichbar sind. „Zum Einsatz kommen spezielle Kerndämmplatten oder Kerndämmrollen aus Mineralwolle wie Glaswolle oder Steinwolle. Diese Dämmstoffe sind durchgehend wasserabweisend und trotzen so Wind und Wetter. Trotzdem bleibt der Mineralwolle-Dämmstoff flexibel und kann sich so jeder Bausituation optimal anpassen“, erklärt Dämmexperte Alexander Geißels vom Ratgeberportal www.der-daemmstoff.de.

Einbau der Wärmedämmung bei zweischaligen Wänden

Bei der Sanierung von zweischaligem Mauerwerk werden Mineralwolle-Flocken durch kleine Löcher in den Hohlraum eingeblasen. Das lässt sich bei einem Einfamilienhaus innerhalb eines Tages erledigen
Foto: FMI

Die Dämmplatten oder Dämmrollen werden ein- oder zweilagig zwischen der zuerst gemauerten tragenden Wand und der Außenschale eingebaut. Dabei müssen die Fugen dicht aneinander stoßen. Auf die eingemauerten Befestigungsanker, die später tragende Wand und Außenschale verbinden, wird zunächst die Dämmung aufgesteckt. Bei Kerndämmfilzen werden die Dämmbahnen bei entsprechendem Ankerabstand zwischen die Mauerwerksanker geklemmt. Danach fixieren Kunststoff-Tropfscheiben mit einem Durchmesser von mindestens 50 Millimetern die Dämmschicht. Zum Schluss wird die äußere Schale des Mauerwerks erstellt. „Wenn sich Bauherren für einen Mineralwolle-Dämmstoff mit der Wärmeleitstufe (WLS) 035 entscheiden, sind mindestens 120 Millimeter Dämmstoffdicke empfehlenswert, um die Neubau-Vorgaben der Energieeinsparverordnung EnEV 2009 zu erfüllen. Bei WLS 032 reichen 100 Millimeter Dämmdicke aus“, empfiehlt Experte Alexander Geißels.

Nachträgliche Dämmung bei der Sanierung von zweischaligem Mauerwerk

Bei einem älteren Haus kann die Luftschicht zwischen den beiden Mauerschalen mit einer Dämmung nachgerüstet werden. Die Dämmung erfolgt dann nicht mit Platten oder Rollen, sondern mit Mineralwolle-Flocken. Diese werden in den meistens sechs bis acht Zentimeter breiten Hohlraum eingeblasen. So eine Einblasdämmung lässt sich für ein Einfamilienhaus innerhalb eines Tages realisieren. „Dafür werden im Fugenbereich Löcher in die äußere Schale gebohrt und der Dämmstoff dadurch in den Hohlraum eingeblasen. Die losen Mineralwolle-Flocken verdichten sich dabei, so dass eine lückenlose Dämmschicht entsteht“, erklärt der Dämmexperte. Ein Gerüst ist dafür nicht erforderlich und aufgrund der verhältnismäßig geringen Kosten macht sich diese Sanierung durch eingesparte Heizkosten schnell bezahlt. Zudem verbessert sich das Raumklima spürbar.

Erfahren Sie mehr auf unserer Informationsseite www.der-daemmstoff.de

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