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Innendämmung auch ohne Zustimmung der Miteigentümer erlaubt

Dämmung sollte Stand der Technik entsprechen
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Wohnkomfort und niedrige Heizkosten durch eine Innendämmung der Fassade mit Mineralwolle wie Glaswolle oder Steinwolle. Stimmt die Eigentümergemeinschaft einer Außendämmung der Fassade nicht zu, kann der Wohnungseigentümer seine Wände von innen dämmen
Foto: FMI

Die alljährliche Heizkostenabrechnung zeigt es schwarz auf weiß: Ältere Häuser ohne Dämmung verbrauchen viel Energie. Doch obwohl der hohe Energieverbrauch Umwelt und Geldbeutel belastet, gibt es in vielen Wohnungseigentümergemeinschaften keine Mehrheit für die Dämmung der Fassade. Deshalb kann eine Innendämmung für Wohnungseigentümer eine gute Alternative sein. Denn bei einer Dämmung der Innenwände haben die Miteigentümer kein Mitspracherecht.

„Die Innendämmung ist eine Maßnahme im beziehungsweise am Sondereigentum, zu der jeder Eigentümer im Rahmen seines Nutzungsrechtes gem. § 13 Abs. 1 WEG berechtigt ist“, erklärt Thomas Brandt, Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht. „Voraussetzung ist allerdings, dass durch die Maßnahme keine Schäden oder Folgeschäden am gemeinschaftlichen Eigentum entstehen, zum Beispiel durch Bildung von Wärmebrücken oder Schäden an der Bausubstanz.“

Bei fachgerechter Innendämmung müssen Wohnungseigentümer keine Schäden fürchten

„Entspricht die Innendämmung dem Stand der Technik und wird sie fachgerecht angebracht, sind keine Schäden zu befürchten“, erklärt Bauingenieur Jan Habermann, Vorstandsmitglied und Bauberater beim Verbraucherschutzverein wohnen im eigentum. „Zahlreiche Beispiele zeigen, dass allein durch Wasserdampfdiffusion durch Außenwandbauteile keine Tauwasserschäden entstehen. Denn in der Regel diffundiert diese geringe Feuchtigkeitsmenge aus dem Bauteil sowohl nach innen wie auch nach außen wieder heraus.“ Wichtig ist, dass es keine Luftbewegung von innen nach außen gibt. Probleme kann es auch geben, wenn durch beschädigte Fassaden Feuchtigkeit in die Außenwand dringt. „Deshalb ist eine fachliche Begleitung beziehungsweise Beratung zu empfehlen“, so Jan Habermann. Experten sind beispielsweise die „Energie-Fachberater im Baustoff-Fachhandel„, die für eine kostenfreie, unverbindliche Erstberatung zur Verfügung stehen.

Quelle: wohnen im eigentum. die wohneigentümer e.V.

 

Fassade: Ohne Mineralwolle-Dämmung droht hoher Energieverbrauch

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