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Expertentipp: So dämmen Sie Ihr Dach richtig mit Mineralwolle

Richtige Dämmstoffdicke, Wärmeleitfähigkeit und Luftdichtheit beachten
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Mineralwolle eignet sich aufgrund ihrer materialbedingten Flexibilität besonders zur Dachdämmung
Foto: FMI

Wer künftig sein Dach neu eindeckt, ausbaut oder die Innenbekleidung erneuert, sollte gleich eine hochwertige Wärmedämmung anbringen. Energieberater empfehlen 20 Zentimeter Dämmstoff. Das ist nicht zu viel, denn ein neues Dach hält gut und gerne 50 Jahre. Wer es also gleich richtig macht, kann künftigen Energiepreissteigerungen gelassener entgegensehen. Mineralwolle – also Glaswolle oder Steinwolle – lässt sich auch von versierten Heimwerkern leicht verarbeiten und zeigt gerade am Dach viele Vorteile.

Dächer aus den 50er und 60er Jahren haben im Originalzustand einen U-Wert von rund 1,0 W/(m²K) und mehr. Die U-Werte beschreiben das Maß des Wärmedurchgangs. Je kleiner der Wert, desto weniger Wärme geht durch das Dach verloren. Im Vergleich zu modernen Dächern ist der Wärmeverlust dieser alten Dächer fünf Mal so hoch. Selbst bei 20 Jahre alten Dächern lässt sich durch eine zusätzliche Dämmung der Wärmeverlust mindestens halbieren. Hier kann eine bereits vorhandene Dämmung meist mit genutzt werden. 20 Zentimeter Dämmung im Dach sind für einen Altbau ein hervorragender Wert. Am häufigsten wird der Dämmstoff zwischen den Sparren eingebracht. Was aber tun, wenn der Sparren nur 12 Zentimeter hoch ist, aber 20 Zentimeter Dämmung eingebaut werden sollen, um die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) zu erfüllen? Hier gibt es drei Möglichkeiten: Entweder kann der Sparren durch ein Kantholz aufgedoppelt werden, damit ausreichend Platz für die Dämmung entsteht, oder eine zusätzliche Dämmung wird unter den Sparren ergänzt und so der Sparren gleich mit gedämmt. Das steigert die Energieeffizienz einer Zwischensparrendämmung nochmals um bis zu 25 Prozent. Soll eine raumseitige Verkleidung erhalten bleiben, empfiehlt sich eine Dachsanierung von außen. Hier wird ebenfalls die Dämmung zwischen den Sparren genutzt, ergänzt um eine Dämmung auf den Sparren. Diese Ausführung ist eine Aufgabe für den Profi.

Bei Dämmstoffen auf die Wärmeleitfähigkeit achten – je geringer, desto besser

Immer empfehlenswert ist es, einen Dämmstoff mit einer geringen Wärmeleitfähigkeit zu verwenden, weil er pro Zentimeter Dicke besser dämmt und so die vorhandene Platzreserve optimal ausnutzt. Bei jeder Dämmvariante wichtig: Das Dämm-Material muss überall dicht anliegen damit keine Fugen entstehen, durch die Luft eintreten oder entweichen kann. Hier spielt Mineralwolle ihre materialbedingte Flexibilität aus und passt sich auch an Unebenheiten angrenzender Bauteile dicht an. Eine Dampfbremsfolie stellt die erforderliche Luftdichtheit sicher. Sie schützt zudem vor raumseitig in die Konstruktion eindringende Feuchtigkeit. Besonderes Augenmerk gilt hierbei allen Durchbrüchen, Anschlüssen, Stößen und Fugen, die mit entsprechenden Klebebändern oder Dichtstoffen gewissenhaft abgedichtet werden müssen. Eine fachgerechte Dämmung mit Mineralwolle überzeugt durch drei Vorteile: Die neue Dämmung zahlt sich aus den eingesparten Heizkosten selbst zurück und sie schafft Behaglichkeit im Sommer und im Winter. Da Mineralwolle in beide Richtungen dämmt, bleibt die Sommerhitze draußen. Schlafen unterm Dach wird im Sommer viel angenehmer. Auch im Winter spürt man keine Zugluft mehr, die Dachschrägen sind nicht mehr so kalt. Nicht zu vergessen gerade für das Wohnen unterm Dach: Neben dem ausgezeichneten Wärmeschutz sorgt Mineralwolle auch für Ruhe vor Straßen- und Fluglärm. Und der nichtbrennbare Dämmstoff lässt alle Bewohner durch seinen erstklassigen vorbeugenden baulichen Brandschutz ruhig schlafen.

Dachdämmung mit Mineralwolle wird von der KfW gefördert

Einzelne hoch energieeffiziente Sanierungsmaßnahmen wie beispielsweise die Dämmung von Dachflächen mit Mineralwolle, die der Energiebilanz des ganzen Wohngebäudes zu Gute kommen, werden von der KfW mit zinsgünstigen Krediten oder attraktiven Investitionszuschüssen unterstützt. Je besser der erreichte Energiestandard nach der Sanierung, umso attraktiver die Förderung.

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Die Tabelle zeigt den U-Wert typischer Steildachkonstruktionen von vor 1918 bis heute und belegt das enorme Einsparpotenzial durch Dämmung.
Tabelle: Hessische Energiespar-Aktion

Quelle: www.der-daemmstoff.de

Praxisbeispiele Sanierung: Hausbesitzer berichten

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