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Heizung- und Warmwasserleitung: Im kalten Keller selbst dämmen

Für die Dämmung empfehlen sich Produkte aus Mineralwolle

Kurz vor Beginn der Heizperiode ist es Zeit, nicht gedämmte Leitungen zu dämmen. Denn Heizleitungen ohne Dämmung, die im kalten Keller an der Decke verlaufen, verlieren jährlich sieben bis zehn Liter Öl pro Meter und somit Energie. Dabei werden schnell 100 bis 200 Liter Öl nutzlos verheizt.

Viele Hausbesitzer haben aufgrund der Verpflichtung der Energieeinsparverordnung 2009 (EnEV) oder auch des Erneuerbaren-Energie-Wärmegesetzes die Heizungsanlage modernisiert. Ist die moderne Heizung eingebaut, gilt es besonderen Wert auf die Leitungen zu legen. Denn wenn die neue Heizung energiesparend eingestellt ist, die Wärme aber schon im kalten Keller über ungedämmte Leitungen verloren geht, passt die Einstellung unter Umständen nicht mehr oder die gewünschte Temperatur kommt nicht an. Leitungen im kalten Keller müssen daher gedämmt werden – das schreibt auch der Gesetzgeber in der EnEV 2009 vor. Die Mindeststärke der Dämmung beträgt 20 Millimeter bei Wärmeleitgruppe 035. Das gilt bis 22 Millimeter Rohrdurchmesser. Darüber hinaus muss die Dämmdicke dem Rohrdurchmesser angeglichen werden.

Alte Rohrisolierungen sind Energieschleudern Alte Rohrisolierungen, die vor 40 bis 50 Jahren als sogenannte Gipsbinden um die Rohre gewickelt wurden, sind wahre Energieverschwender. Die Wärmeleitfähigkeit dieser Binden ist enorm und somit auch der Verlust an Energie. Es wurden damals auch sogenannte Schaumstoffumhüllungen verbaut. „Diese verlieren im Laufe der Zeit allerdings stark an Dämmleistung. Das Material zerbröselt regelrecht beim Umfassen“, berichtet Energie-Fachberater Matthias Dörr. Er empfiehlt, die Dämmung am besten sofort, spätestens aber bei einem Heizungsaustausch zu erneuern.

Wenig Kosten und geringer Aufwand Bei Kosten von drei bis fünf Euro pro Meter Dämmung bei gängigen Leitungen amortisiert sich diese Maßnahme in der Regel innerhalb einer Heizperiode. Im Heizungsraum und in den Kellerräumen sind die Leitungen oft so angebracht, dass sie gut zugänglich sind. „Die Dämmung der Rohre kann in der Regel problemlos selbst erledigt werden“, weiß Dörr. Der Experte empfiehlt, auf eine geschlossene und lückenlose Dämmhülle zu achten. Empfehlenswert sind Produkte aus Mineralwolle oder spezielle Dämmungen aus Kunststoff. Verbindungen und Stöße werden mit einem geeigneten Klebeband geschlossen.

Resultat: Energie gespart Nach der Dämmung spart man sofort Energie. Hinzu kommt der Vorteil bei den Warmwasserleitungen: Das Wasser kommt nun wärmer an der Zapfstelle an.

Autor: Matthias Dörr, Energie-Fachberater

Erfahren Sie mehr zum Thema Dämmung von Rohrleitungen auf unserer Informationsseite www.der-daemmstoff.de

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