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Dachdämmung: Schutz gegen Hitze und Kälte

Gut isoliert spart Energie und sorgt für angenehme Temperaturen

Eine der größten Schwachstellen vieler älterer Wohnhäuser ist die mangelhafte Wärmedämmung des Dachstuhls. Dort werden die nackten Dachpfannen oft nur von dünnen Gipskartonplatten oder gar nicht verhüllt und die Decke zum Wohnbereich ist häufig nur mit Schlacke gefüllt. Unter dem Dach wird es daher im Winter nicht richtig warm, aber im Sommer drückend heiß.

Eine effektive Dachdämmung trägt nicht nur ganzjährig zu einem besseren Raumklima bei, sondern spart auch Energie. Dabei gilt die Devise: Was gegen Kälte hilft, schützt auch vor Hitze. Durch das mangelhaft wärmegedämmte Dach eines Einfamilienhauses gehen pro Jahr über 12.000 Kilowattstunden (kWh) Energie verloren. Durch ein gut abgedichtetes und gedämmtes Dach reduziert sich der Verlust auf 3.000 kWh. Der finanzielle Aufwand für eine verbesserte Dämmung zahlt sich durch sinkende Heizkosten schnell aus. Auch die Bausubstanz wird durch die Sanierung verbessert. Wer im bisher unbewohnten Dachgeschoss Wohnraum schafft oder das Dach großflächig modernisiert, muss die Vorgaben der Energie-Einsparverordnung (EnEV) einhalten. Die neue EnEV 2009 schreibt für Steildächer einen Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) von höchstens 0,24 vor. Je niedriger der U-Wert, desto besser der Wärmeschutz und damit auch die Energieeinsparung. Wünschenswert ist allerdings ein U-Wert von unter 0,22 für die wärmende Hülle.

Wärmebrücken vermeiden

Für die Dachdämmung bieten sich verschiedene Systeme und Materialien an, wobei ein Fachmann helfen sollte, die richtige Abstimmung für das jeweilige Haus zu finden. Das bauphysikalisch beste Dämmsystem ist die Aufsparrendämmung. Dabei werden druckfeste Dämmplatten oberhalb der Sparren auf eine Holzschalung verlegt. Die Dämmschicht bildet so eine durchgehende Fläche, auf die anschließend die Dacheindeckung kommt. Dadurch werden Wärmebrücken im Bereich der Sparren vermieden, wodurch es weniger energetische Schwachstellen im Dachgeschoss gibt. Auch eine vollflächige Unter- oder eine Zwischensparrendämmung mit entsprechenden Dämmelementen, etwa im Rahmen eines Dachgeschossausbaus, bringt zufrieden stellende Ergebnisse, wenn sie richtig ausgeführt wird. Der meistverwendete Dämmstoff ist Mineralwolle, zum Beispiel Glas- oder Steinwolle.

Zur Dacheindeckung: Die meisten Häuser sind mit Ziegeln oder Betonsteinen gedeckt. Häufiger als früher wird inzwischen Metall – Zink, Kupfer, Aluminium und Stahlblech – nachgefragt. Auch Faserzementplatten in Form von Wellplatten oder Dachschindeln, Holzschindeln oder Schiefer sind weiter im Angebot. Häufig müssen bei der Gestaltung allerdings Bebauungspläne und Sondervorschriften beachtet werden.

Solare Technik und Blitzschutz

Eine neue Dacheindeckung bietet zugleich die Chance, eine Solarkollektor- oder Fotovoltaikanlage zu installieren, um so die kostenlose Energie der Sonne zur Wärme- oder Stromerzeugung zu nutzen. Und schließlich sollte bei einer Dachsanierung auch an den Blitzschutz gedacht werden. Blitzableiter verlaufen entlang der Dachkonturen und zeichnen sie quasi nach, stellen damit praktisch einen grobmaschigen Faradayschen Käfig dar. Über Fangstangen und dicke Metallleitungen wird der Blitzstrom kontrolliert in die Erde abgeleitet.

Für mehr Informationen zu den Anwendungsgebieten der Mineralwolle besuchen Sie unsere Kampagnenseite auf www.der-daemmstoff.de

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