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So wird das Dachgeschoss zum Wohnraum

Kleines ABC des Dachausbaus

Reicht der Platz in den eigenen vier Wänden nicht mehr aus, gehen Hauseigentümer gern daran, den Stauraum im Dachgeschoss zu gemütlichen Wohnräumen umzubauen. Doch wie jeder Bau will auch diese Maßnahme sorgfältig geplant und ausgeführt werden.

Ein Dachausbau ist aus planerischer und handwerklicher Sicht, bei Berücksichtigung einiger Regeln, einfacher als angenommen. Das ‚Kleine ABC des Dachausbaus‘, das der Bauherren-Schutzbund (BSB) herausgegeben hat, gibt dabei wertvolle Hilfestellung. Zunächst müssen sich Bauherren klar werden, was sie brauchen und wünschen: Sollen Familienmitglieder unter das Dach ziehen oder soll vermietet werden? Ist eine komplette Wohnung geplant oder werden nur zusätzliche Räume geschaffen? Welchen Lebensbedürfnissen muss man in Zukunft Rechnung tragen?

Vorab sollte geklärt werden, was erlaubt und notwendig ist. Denn der Ausbau von einzelnen Dachräumen ist in einigen Bundesländern frei von Genehmigungen, für eine komplette Wohnung braucht man dagegen meist eine Baugenehmigung. Einige Kommunen oder Bundesländer stellen für die Schaffung zusätzlichen Wohnraums auch Fördergelder bereit. Wichtig vor Baubeginn ist ein Check, um den technischen Zustand des Gebäudes und die Möglichkeiten des Baus zu ermitteln. Dabei spielen Dachneigung, Baukonstruktion sowie die Tragfähigkeit von Bauteilen und Anschlussmöglichkeiten für Versorgungsleitungen eine ausschlaggebende Rolle. Erst auf Grundlage dieses Gebäude-Checks kann geplant werden.

In sieben Schritten zum Ziel

Will man qualitativ gut bauen, muss der Auswahl geeigneter Materialien – von leichten Holz- und Gipskartonbauteilen bis zu massiven Baustoffen – aus einer Fülle am Markt vorhandener Angebote besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Daran knüpfen Hinweise zur Qualitätssicherung während der Bauphase an. So sind wesentliche Schwerpunkte wie Abdichtungen, Luftdichtheit, Wärme- und Schalldämmung sowie Energieeffizienz zu beachten. Die fach- und sachgerechte Ausführung spielt für die Qualitätssicherung eine wesentliche Rolle. In jedem Fall sind regelmäßige Qualitätskontrollen durch einen unabhängigen Bauexperten empfehlenswert. Schließlich werden die Kriterien zusammengefasst, die zu beachten sind, um zu einer realistischen Kostenschätzung zu kommen. Der Ratgeber schließt mit einer übersichtlichen Checkliste, die den Bauherrn in sieben Schritten von der Idee bis ans Ziel neuer, qualitativ hochwertiger Räume führt.

Quelle: Bauherren-Schutzbund (BSB)

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